Tor Hollands und Bollwerk der  Niederlande

Nachdem Maastricht im 16. Jhdts Schlüssel Brabants war, wurde sie im 17 und 18 Jhdt zum Tor Hollands einer Igelfestung, die den Angriffen von süden, zuerst von Spanien und  nach 1648 von Frankreich so kräftig Widerstand leisten sollte, dass sich der Aufmarsch der feindlichen Truppen zu den Grenzen der Republik verzogerte. daneben spielte sie, namentlich im spanischen Erbfolgekrieg (1701-1713) eine wichtige Rolle als Arsenal, Ausfallbasis und Verbidungsglied der verbundenen Truppen. Die Verteidigung war einer 4000-5000 mann starken Garnison anvertraut unter dem Befehl eines von der Republik aus den mitgliedern des europaischen Hochadels ernannten Gouverneurs, die Hoofdwacht auf dem Vrijthof, wo farbenprachtige Militarparaden stattfanden, einige Wachthauser im neuklassischen Stil des 18 jhdt, der Name Baracken in einigen Strassennamen, ursprünglich auch das Theater, erinnern noch an die Zeit, wo das leben der Stadt von Militar geprägt wurde. Fünfmahl wurde die Festung nach 1632 belagert, dreimal wurde sie von de Franzosen eingenommen, und zwar 1673 vom ludwig XIV, in erstaunlich kurzer Zeit, 1748 von Marschall Moritz von Sachsen nach krachtloser Verteidigung und 1794 von der republikanischen Armee unter General Kléber. Ein wohl einmaliger Beweis des starken franzózischen Interesses ist die 39 m2 grosze Nachbildung der Stadt und ihrer Befestigungswerke aus den Jahren 1748-1752, zur Zeit aufbewart im Musée des Plans-Reliefs in Paris. Einer naturgetreue Kopie befindet sich im Bonnefanten museum von Maastricht.

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